» Wiesbadener Kurier 15. Juli 2002
Artikel zu Ungarn 2002
Singende Kulturbotschafter in Ungarn
Gospelchor der Evangelischen Lukasgemeinde kehrte von erfolgreicher
Auslandstournee zurück
Vom 15.07.2002
Von Kurier-Mitarbeiterin
Aglaja Beyes-Corleis
„Unsere Reise wurde als Beitrag zur Völkerverständigung gesehen“, erzählt rückblickend Matthias Müller, Chorleiter des Gospelchores „Gospical“ der Evangelischen Lukasgemeinde auf dem Gräselberg und hauptberuflich Berater im IT-Bereich. Der junge Chor mit seinem 22-jährigen Chorleiter Müller kehrte unlängst von einer siebentägigen Konzerttournee durch Ungarn zurück. „Das war superanstrengend und hat zugleich Riesenspaß gemacht“, meint Matthias Müller im Namen aller 35 Mitreisenden.
Ermöglicht wurde die Tournee durch die gebürtige Ungarin Beatrix Lieser, die seit zwei Jahren Sängerin und Solistin bei „Gospical“ ist. Lieser klärte auf deutscher Seite alle organisatorischen Fragen, die von hier zu klären waren, und bat ihre Mutter in Ungarn, Amare Kandel, dort die Organisation zu übernehmen. Kandel gelang es, den Bischof der reformierten Kirche Ungarns, Csiha Kalman, als Schirmherrn und Beteiligten der gesamten Konzertreihe zu gewinnen. So wurde aus der Jungfernfahrt unver-
Gräselbergmittelt eine hochrangige Konzerttournee, bei der die Sängerinnen und Sänger vom Gräselberg als Kulturbotschafter in Sachen Völkerverständigung gern gesehen und hoch geschätzt wurden.
Zu den Höhepunkten gehörte zweifellos der Auftritt im Dom von Szeged, der drittgrößten Stadt Ungarns. Mit fast 800 Besuchern war der Dom bis auf den letzten Platz besetzt und die Zuhörer bedankten sich mit stehendem Applaus, wollten erst nach mehreren Zugaben nach Hause gehen. Anders als in deutschen Kirchen sang bei den Konzerten mit einer Spannbreite von modernen Gospels aus den USA bis zu traditionellen Stücken allerdings niemand mit und niemand klatschte im Takt. „Die Besucher verharrten in einer Zurückhaltung wie bei klassischen Konzerten“, hat die Gemeindepfarrerin Christiane Müller beobachtet. Gospels in Kirchen seien für die Ungarn noch etwas Fremdes, und da habe sich auch niemand durch ein in die Besucherreihen gehaltenes Mikrophon animieren lassen, spontan im Gottesdienst mitzumachen.
Ganz anders sei es dagegen bei fröhlichen Festen am Abend zugegangen, als man die Wiesbadener zum Tanzen einlud und diese sich mit spontanen Gesangsbeiträgen bedankten. Weitere Highlights der einwöchigen Tournee waren Konzerte in der Calvin-Kirche in Budapest, im berühmten Thermalkurort Heviz am Plattensee und in Keszthelya, ebenfalls am Plattensee. Und dann gab es als Kontrastprogramm auf dem Marktplatz von Szentendre nahe Budapest ein Konzert unter freiem Himmel. Hier klatschten die Menschen fröhlich mit.
Am Freitag, 6. September, wiederholt der Chor sein ungarisches Repertoire um 19 Uhr beim Jubiläumskonzert in der Lukasgemeinde. Dann wird „Gospical“ sein dreijähriges Bestehen begehen.
Gospelchor der Evangelischen Lukasgemeinde kehrte von erfolgreicher
Auslandstournee zurück
Vom 15.07.2002
Von Kurier-Mitarbeiterin
Aglaja Beyes-Corleis
„Unsere Reise wurde als Beitrag zur Völkerverständigung gesehen“, erzählt rückblickend Matthias Müller, Chorleiter des Gospelchores „Gospical“ der Evangelischen Lukasgemeinde auf dem Gräselberg und hauptberuflich Berater im IT-Bereich. Der junge Chor mit seinem 22-jährigen Chorleiter Müller kehrte unlängst von einer siebentägigen Konzerttournee durch Ungarn zurück. „Das war superanstrengend und hat zugleich Riesenspaß gemacht“, meint Matthias Müller im Namen aller 35 Mitreisenden.
Ermöglicht wurde die Tournee durch die gebürtige Ungarin Beatrix Lieser, die seit zwei Jahren Sängerin und Solistin bei „Gospical“ ist. Lieser klärte auf deutscher Seite alle organisatorischen Fragen, die von hier zu klären waren, und bat ihre Mutter in Ungarn, Amare Kandel, dort die Organisation zu übernehmen. Kandel gelang es, den Bischof der reformierten Kirche Ungarns, Csiha Kalman, als Schirmherrn und Beteiligten der gesamten Konzertreihe zu gewinnen. So wurde aus der Jungfernfahrt unver-
Gräselbergmittelt eine hochrangige Konzerttournee, bei der die Sängerinnen und Sänger vom Gräselberg als Kulturbotschafter in Sachen Völkerverständigung gern gesehen und hoch geschätzt wurden.
Zu den Höhepunkten gehörte zweifellos der Auftritt im Dom von Szeged, der drittgrößten Stadt Ungarns. Mit fast 800 Besuchern war der Dom bis auf den letzten Platz besetzt und die Zuhörer bedankten sich mit stehendem Applaus, wollten erst nach mehreren Zugaben nach Hause gehen. Anders als in deutschen Kirchen sang bei den Konzerten mit einer Spannbreite von modernen Gospels aus den USA bis zu traditionellen Stücken allerdings niemand mit und niemand klatschte im Takt. „Die Besucher verharrten in einer Zurückhaltung wie bei klassischen Konzerten“, hat die Gemeindepfarrerin Christiane Müller beobachtet. Gospels in Kirchen seien für die Ungarn noch etwas Fremdes, und da habe sich auch niemand durch ein in die Besucherreihen gehaltenes Mikrophon animieren lassen, spontan im Gottesdienst mitzumachen.
Ganz anders sei es dagegen bei fröhlichen Festen am Abend zugegangen, als man die Wiesbadener zum Tanzen einlud und diese sich mit spontanen Gesangsbeiträgen bedankten. Weitere Highlights der einwöchigen Tournee waren Konzerte in der Calvin-Kirche in Budapest, im berühmten Thermalkurort Heviz am Plattensee und in Keszthelya, ebenfalls am Plattensee. Und dann gab es als Kontrastprogramm auf dem Marktplatz von Szentendre nahe Budapest ein Konzert unter freiem Himmel. Hier klatschten die Menschen fröhlich mit.
Am Freitag, 6. September, wiederholt der Chor sein ungarisches Repertoire um 19 Uhr beim Jubiläumskonzert in der Lukasgemeinde. Dann wird „Gospical“ sein dreijähriges Bestehen begehen.


