» Gospical in Tschechien
Von Daniel Honsack
Eigentlich wollen sie alle gleich wieder zurück. Denn der Eindruck, den die Sängerinnen und Sänger vom Wiesbadener Chor "Gospical" in Tschechien gesammelt haben, waren fast ausschließlich positiv. "Allein das Publikum war der Hit", strahlt Chorleiter Matt Müller. "Die haben immer sofort mitgemacht, obwohl uns gesagt wurde, dass diese Art von Musik dort in der Kirche gar nicht üblich ist."
Auch Chorsängerin Sandra Wintermeyer zeigt sich überrascht: "Egal, wo wir waren, wir wurden immer begeistert aufgenommen." "Die Leute kamen sogar hinterher zu uns und haben sich ausdrücklich bedankt", berichtet Müller weiter. Aus den Gesprächen, die nach den Konzerten geführt wurden, ist auch eine konkrete Einladung entstanden. 2008 wird "Gospical" aller Voraussicht nach also wieder in Tschechien sein - diesmal bei einem Gospel-Festival in Prag.
In diesem Jahr waren die rund 35 Sängerinnen und Sänger vor allem in Prag, wo sie drei Konzerte gaben. Den meisten Zuspruch erhielten sie in Cheb, der Heimat von Chormitglied Vali Oldach. Und so konnten sie dort vor über 200 Besuchern singen.
Doch auch, wenn es mal nicht nach vollem Haus aussah, waren die "Gospicals" erfinderisch. "Bei einem Konzert schien niemand zu kommen, also haben wir uns kurzerhand auf den Vorplatz gestellt und ein paar A-Capella-Stücke gesungen", berichtet der Chorleiter. Und schon füllten sich auch die Reihen innerhalb des Gotteshauses. "Über die Musik kommt einfach viel rüber", findet er. Ansonsten waren die Sänger besonders von den üppig geschmückten Kirchenräumen beeindruckt. "Anfangs war das schon ein komisches Gefühl, zwischen all dem Prunk Gospel zu singen", meint Sandra Wintermeyer. Doch daran gewöhnten sich alle rasch, schließlich stand die Musik im Mittelpunkt. Die Reden von Matt Müller und Vali Oldach, die zur Einführung zu den Liedern gehalten wurden, mussten sie übrigens immer einem Verantwortlichen der Gemeinde vorlegen, damit sicher gestellt war, dass keine unliebsamen Texte verlesen wurden. Doch die Sorge war auf beiden Seiten schnell verflogen, es kam zu keiner einzigen Beanstandung.
"Es gab einfach kein Konzert, bei dem wir keinen Spaß gehabt haben", fasst Mathias Budau seine Erinnerungen zusammen. Besonders in Erinnerung ist ihm eine alte Frau geblieben, die vor Begeisterung sogar ihre Krücken beiseite geworfen hat, um mitklatschen zu können. "Es waren auffallend viele junge Leute da", berichtet Christiane Müller, Mitsängerin und Pfarrerin der Lukaskirchengemeinde am Gräselberg, wo der Chor seine Heimat hat. Für den Chor war die Fahrt auch ein Gewinn in Sachen Qualität und Gemeinschaftsgefühl Unvergessen bleiben üppige Gelage nachmittelalterliche Art und andere gemeinsame Unternehmungen.
Artikel im Wiesbadener Tagblatt
Eine begeisterte Aufnahme
"Eine begeisterte Aufnahme"
Wiesbadener Chor "Gospical" mit Konzerten in Tschechien zu GastVon Daniel Honsack
Eigentlich wollen sie alle gleich wieder zurück. Denn der Eindruck, den die Sängerinnen und Sänger vom Wiesbadener Chor "Gospical" in Tschechien gesammelt haben, waren fast ausschließlich positiv. "Allein das Publikum war der Hit", strahlt Chorleiter Matt Müller. "Die haben immer sofort mitgemacht, obwohl uns gesagt wurde, dass diese Art von Musik dort in der Kirche gar nicht üblich ist."
Auch Chorsängerin Sandra Wintermeyer zeigt sich überrascht: "Egal, wo wir waren, wir wurden immer begeistert aufgenommen." "Die Leute kamen sogar hinterher zu uns und haben sich ausdrücklich bedankt", berichtet Müller weiter. Aus den Gesprächen, die nach den Konzerten geführt wurden, ist auch eine konkrete Einladung entstanden. 2008 wird "Gospical" aller Voraussicht nach also wieder in Tschechien sein - diesmal bei einem Gospel-Festival in Prag.
In diesem Jahr waren die rund 35 Sängerinnen und Sänger vor allem in Prag, wo sie drei Konzerte gaben. Den meisten Zuspruch erhielten sie in Cheb, der Heimat von Chormitglied Vali Oldach. Und so konnten sie dort vor über 200 Besuchern singen.
Doch auch, wenn es mal nicht nach vollem Haus aussah, waren die "Gospicals" erfinderisch. "Bei einem Konzert schien niemand zu kommen, also haben wir uns kurzerhand auf den Vorplatz gestellt und ein paar A-Capella-Stücke gesungen", berichtet der Chorleiter. Und schon füllten sich auch die Reihen innerhalb des Gotteshauses. "Über die Musik kommt einfach viel rüber", findet er. Ansonsten waren die Sänger besonders von den üppig geschmückten Kirchenräumen beeindruckt. "Anfangs war das schon ein komisches Gefühl, zwischen all dem Prunk Gospel zu singen", meint Sandra Wintermeyer. Doch daran gewöhnten sich alle rasch, schließlich stand die Musik im Mittelpunkt. Die Reden von Matt Müller und Vali Oldach, die zur Einführung zu den Liedern gehalten wurden, mussten sie übrigens immer einem Verantwortlichen der Gemeinde vorlegen, damit sicher gestellt war, dass keine unliebsamen Texte verlesen wurden. Doch die Sorge war auf beiden Seiten schnell verflogen, es kam zu keiner einzigen Beanstandung.
"Es gab einfach kein Konzert, bei dem wir keinen Spaß gehabt haben", fasst Mathias Budau seine Erinnerungen zusammen. Besonders in Erinnerung ist ihm eine alte Frau geblieben, die vor Begeisterung sogar ihre Krücken beiseite geworfen hat, um mitklatschen zu können. "Es waren auffallend viele junge Leute da", berichtet Christiane Müller, Mitsängerin und Pfarrerin der Lukaskirchengemeinde am Gräselberg, wo der Chor seine Heimat hat. Für den Chor war die Fahrt auch ein Gewinn in Sachen Qualität und Gemeinschaftsgefühl Unvergessen bleiben üppige Gelage nachmittelalterliche Art und andere gemeinsame Unternehmungen.
Artikel im Wiesbadener Tagblatt

